Das Augsburger Start-up process era entwickelt mit ihrem Multi-Modeller eine intuitive Prozessmanagement-Plattform, die Prozesswissen für Mitarbeitende und KI-Agenten gleichermaßen nutzbar macht.
Augsburg, 20.10.2026 – Das Start-up process era, gegründet von Tom Hohenadl, Jules Rau und Paul Fleischmann, erhält das EXIST-Gründungsstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Europäischen Sozialfonds. Ab dem 1. November 2026 kann sich das Team zwölf Monate lang voll auf die Entwicklung ihrer Plattform konzentrieren, die Prozessmanagement für alle zugänglich macht. Unterstützt wurde das Team dabei vom Funkenwerk der Technischen Hochschule Augsburg.

Das Gründerteam von process era (v. l. n. r.): Jules Rau, Tom Hohenadl, Paul Fleischmann
process era: Prozessmanagement ohne Expertenwissen
In vielen Unternehmen steckt Prozesswissen in Word-Dateien, veralteten Wikis oder in den Köpfen weniger Mitarbeitender. Etablierte Tools für Business Process Management (BPM) setzen Prozess-Fachwissen voraus und sind für kleine und mittlere Unternehmen oft zu teuer und zu aufwendig. Genau hier setzt process era an: Die Software-as-a-Service-Plattform basiert auf einem eigens entwickelten Datenmodell, das ohne komplexe Prozess-Modell-Standards auskommt und die Arbeit mit Prozessen in natürlicher Sprache ermöglicht. Herzstück ist der Multi-Modeller: Er stellt Prozesse in über neun Formaten dar, während gängige Tools nur zwei bis drei bieten. So findet jede Person die Ansicht, mit der sie arbeiten kann. Zugleich lässt sich das Prozesswissen an KI-Agenten übergeben, die Aufgaben damit ressourcenschonend und zuverlässig erledigen. Die Vision des Teams: Wissen durch Prozesse für alle nutzbar machen. Für Mitarbeitende ebenso wie für KI-Agenten als digitale Koleg:innen.
Fortschritt mit EXIST-Förderung
Mit der Förderung treibt das Team den Prototyp voran: Geplant sind Echtzeit-Bearbeitung, weitere Visualisierungen, die technologische Absicherung des Datenmodells und erste Tests mit Pilotkund:innen. Zudem erforscht process era eine „agent-ready“ Dokumentation als zusätzliche Sicht auf Prozesse. Das Funkenwerk, die Gründungsschmiede der Technischen Hochschule Augsburg, begleitete process era auf dem Weg zur EXIST-Förderung. CEO Tom Hohenadl erklärt: „Mit EXIST sichern wir uns das Kapital für die Erforschung und Entwicklung des Multi-Modellers, um Prozesse langfristig aus den verstaubten Kammern von Unternehmen zurück ins Rampenlicht der Effizienz und Effektivität zu holen. Wir bauen eine Hürde ab, die bisher zu vielen gescheiterten Prozessmanagement-Projekten geführt hat.“
Zukunftspläne und Aufruf zur Zusammenarbeit
In den kommenden Monaten will process era die Plattform weiter modularisieren und gemeinsam mit Pilotkund:innen im Praxiseinsatz erproben. Dafür sucht das Team Unternehmen, deren Prozessdokumentation in Word-Dateien oder veralteten Wikis schlummert und mit der sich nur noch wenige auskennen. Das Versprechen: Prozesse kommen zu den Mitarbeitenden – nicht umgekehrt.
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Für weitere Informationen besuchen Sie processera.de oder folgen Sie process era auf LinkedIn.
Tom Hohenadl, CEO, process era, tom@processera.de
Auch erschienen bei b4b Schwaben.